Musik ist schon was Tolles. Ob Techno, BritPop, oder Rock'n'Roll - der Takt geht in die Beine und begeistert die Fans. Die Scheibenwelt blieb bisher von damit zusammenhängenden Massenveranstaltungen wie Woodstock oder der Love Parade verschont. Durch Imp soll sich das nun ändern. Der junge Barde hat seine verregnete Heimat Llamedos verlassen, um in Ankh-Morpork berühmt zu werden. Gemeinsam mit dem Zwerg Glod und dem Troll Nobby gründet er die Band mit Steinen drin. Allen Mühen zum Trotz bleibt der Durchbruch jedoch aus. Nicht nur die Musikergilde, sondern auch das raubeinige Publikum der Schenke "Die Trommel" macht den Jungmusikern das Leben schwer. Erst als Imp eine verzauberte Guitarre findet, wendet sich das Blatt. Ohne vorher geprobt zu haben, macht die Band mit Steinen drin Musik, die jeden Zuhörer in ihren Bann zieht. Sogar die langweiligen Magier tanzen begeistert mit, wenn Imp in die Seiten haut. Leider besitzt die Musik mit Steinen drin ein unkontrollierbares und gefährliches Eigenleben, dem nur Tod persönlich Einhalt gebieten kann.
Für Pratchet-Fans ist Rollende Steine bestimmt ein Muss. Allen weniger subjektiven Lesern sei gesagt: der geistreiche und unterhaltsame Charme der Scheibenwelt verebbt leider irgendwo in der Mitte des Buches. Rollende Steine liest sich zwar nicht schlecht, doch ist man vom Kultautor Pratchet Besseres gewohnt.

(chr)