Battletech
Innere Sphäre
Es kam was kommen mußte, die Ressourcen der Erde neigten sich dem Ende zu und so gab es nur einen Ausweg: Die Flucht ins All. Die größten Nationen schlossen sich zusammen und forschten, bis sie die Möglichkeit hatten, den Weltall weiter zu erkunden und zu besiedeln.
Die kleineren Staaten waren begeistert von den Erfolgen und schlossen sich dem Bündniss an, woraufhin es schon bald zu Problemen kam. Die Planeten waren nicht alle bewohnbar und die Reichweite der Schiffe war begrenzt. So entwickelte man neue Triebwerke, dessen Betrieb die Kassen der Länder schnell leerte. Aber der Erfolg blieb nicht aus, zahlreiche neue Systeme wurden entdeckt und kolonisiert. Lediglich den kleineren Mitgliedern des Bundes gefiel dies nicht, da sie sich solch teure Unternehmungen nicht leisten konnten und revoltierten. So kam es zu den ersten Kriegen seit dem Zusammenschluss. Während dessen kam ein kluger Händler auf die Idee riesige Eissterne mit einem Raumschiff abzuschleppen und mit dem gefrorenen Wasser die durstigen Planeten zu versorgen. So kam es, dass der Händler reicher und die äußeren Systeme unabhängiger von den anderen Systemen wurden, da sie nun von privaten Firmen beliefert wurden. Nach einiger Zeit erklärten zahlreiche Systeme ihre Unabhängigkeit und einige Systeme wurden von Piraten besetzt, die geschickt Handelsrouten überfielen und so ihre Existenz sicherten. Die unabhängigen Systeme schlossen sich zu einem weiteren Bund zusammen, der Liga Freier Welten. Im Jahre 2340 nach zahlreichen kleineren Kriegen brachte die Forschung den ersten Mech hervor, der dazu bestimmt war, in Asteroiden Rohstoffe abzubauen.
Nachdem die Kriege immer blutiger wurden und die Herrscher sich einig waren, dass man diese nicht verhindern konnte, trafen sie sich auf dem Planeten Ares und erarbeiteten 'ritterliche Regeln' an die sich jeder halten mußte. Diese ächteten zum Beispiel die Vernichtung der Zivilwirtschaft und die Zerstörung ziviler Einrichtungen.
Nach hunderten, vielleicht sogar tausenden, kleinen Kriegen schlossen sich die einzelnen Staaten unter der Leitung von Ian Cameron zum Sternenbund zusammen. Lediglich die Peripherie, die Staaten der Außenwelt, die sich unabhängigerklärt hatten, wollten diesen Status beibehalten und weigerten sich, sich dem glorreichen Imperium anzuschliessen. Dies gefiel Cameron natürlich nicht, so dass die Kriege fortgesetzt wurden, allerdings diesmal nur gegen die Peripherie, die dies ahnte und inzwischen mächtig aufrüstete. Nach weiteren zwanzig Jahren des Krieges gelang es ihnen die gesamte Peripherie zu erobern und nach weiteren zehn Jahren des werbens auch, sie auf ihre Seite zu ziehen.
Mit den Jahren erfanden die Forscher Wasserkonverter, die es ermöglichte, auf die riesigen Eisfrachter zu verzichten und neue, bis dahin unbewohnbare, Planeten zu besiedeln. Allerdings führte dies dazu, dass der bisherige Wasserlieferat, das Ryankartell, grosse Verluste akzeptieren musste.
Als der Erste Lord des Sternenbundes bei einem Unfall ums Leben kam übernahm sein erst acht Jahre alter Sohn seinen Platz. Allerdings wurde Aleksandr Kerensky zum Regenten und Lordprotektor ernannt, der bisher 'lediglich' der Kommandeur der Sternenbund-Verteidigungskräfte war. Da der neue Erste Lord verständlicher Art und Weise nicht in der Lage war wie ein Regent zu handeln, übernahm der Hohe Rat viele seiner Funktionen und erließen ein Edikt, daß ihren sechs 'eigenen Staaten' einen größeren Anteil des Sternenbundgeldes sicherte. Dies erreichten sie, indem sie die Steuern nach oben drückten, was natürlich zu Unruhen führte. Kerensky war gezwungen einzuschreiten und die BattleMech-Regimenter zu verstärken. Der bisherige Freund des Lords, Amaris, nutze die Unruhen der Peripherie und überfiel Terra und die umliegenden Welten mit seinen Armeen. Die verteidigenden Truppen waren geschwächt, da der größte Teil im Kampf an den äußeren Ringen beteiligt war. Es gelang Amaris die meisten der Planeten blitzartig zu erobern und den Herrscher und seine gesamte Verwandschaft auszulöschen. Daraufhin ernannte er sich selbst zum Ersten Lord und übernahm die Regierung.
Kerensky, der die Kriege gegen die Peripherie führte, hörte erst reichlich später von diesem Ereigniss, da die Kommunikation zwischen den Systemen nicht sonderlich schnell war. Sofort brach er die Kämpfe ab und verhandelte Waffenstillstände mit den unabhängigen Staaten und erklärte dem Usurpator den Krieg. Am 3. September 2779 gelang es Kerensky und seinen Truppen bis nach Terra vorzudringen und den Mörder des wahren Ersten Lords und seine Drahtzieher hinzurichten. Damit kamt wieder Frieden in die Innere Sphäre aber der mächtige Sternenbund war geschwächt. Kerensky ernnante sich zum neuen Lordprotektor und rief den zuvor befreiten Hohen Rat wieder zurück. Dieser fürchtete sich vor Kerensky und befahl im, seinen Posten als Kommandeuer wieder einzunehmen und ernannten Blake zum neuen Kommunikationsminister und beauftragten ihn, die bisher schlechte technische Verbindung zwischen den Welten zu verbessern, was ihm auch gelang...
Kerensky gefiel dies natürlich nicht, er unternahm aber nichts, da er den Sternenbund nicht verraten wollte. Jedes der Häuser beanspruchte nun den Herrscher Titel für sich und der Hohe Rat trat zurück und jedes ehemalige Mitglied begann nun seine Privatarmee aufzurüsten, um die Herrschaft an sich zu reissen. Kerensky befürchtete das ein grosser Krieg folgte und versuchte die Hausfürsten zu behindern. Daraufhin verlangten diese seinen Rücktritt. Nun war es auch für Kerensky zuviel und er rief je einhundert Divisionskommandeure und rangniedere Offiziere zu sich. Während der nächsten sechs Monate zogen sie mehr als zweihundert Transporter sowie Vorräte und Ersatzteile zusammen und zogen in Richtung Peripherie. Am 8. Juli schickte Kerensky eine aus einem einzigen Wort bestehende Botschaft an die um den Sprungpunkt von New Earth und über fünfzig anderen Sternen versammelten Sprungschiffe. Dieses eine Wort war >>Exodus<<. Über tausend Raumschiffe tauchten an diesem Tag in den Hyperraum ein. Auf seiner Reise aus der Inneren Sphäre schlossen sich ihm achtzig Prozent der Stenenbundarmee an.
Ungefähr zweihundertfünfzig Jahre lang bekämpften sich die verschiedenen Häuser nun gegenseitig und zerstörten dabei so gut wie jeden teschnologischen Fortschritt der letzten hundert Jahre. Nun allerdings scheint ein Ende des vierten Nachfolgekrieges nahe zu sein denn die beiden größten Häuse, Davion und Steiner, sind kurz davor, sich zu verbünden.
Der Mechkrieger
Nun ist es an der Zeit, einen neuen Krieger auszubilden, der auf dem Schlachtfeld zeigt, daß er der Beste ist. Es ist an den Spielern, diese Rolle zu übernehmen, sei es als Mechkrieger der Inneren Sphäre, als Clankrieger, alsFliegerpiloten oder als Infanterist. Die Charaktererschaffung verläuft recht einfach, nämlich gar nicht, bis man sich das nötige Zusatzbuch "Mechkrieger" gekauft hat. In diesem wird so gut wie alles beschrieben, was den Mechkrieger an sich angeht. Bis dahin werden sie allerdings nur durch zwei Zahlen voneinander unterschieden, ihrem Bordschützenwert und ihrem Mechpilotenwert. Diese sind die Grundlage für jede Probe, die in einem Mech anfällt, solange er sich auf dem Schlachtfeld befindet.
Später, wenn man sich die nötige Erweiterung zugelegt hat, erhält der Charakter noch Werte wie Stärke, Charisma und so weiter. Ebenfalls kann er ausgerüstet werden, was im Basisspiel aber eh völlig unwichtig ist, da die Spieler fast völlig nackt in ihrem Cockpit sitzen, lediglich bekleidet mit einigen Kühlaggregaten, die sie davor schützen im heißen Mech gekocht zu werden. Manchmal besitzen sie aber auch noch eine kleine Waffe, um sich vor Eindringlingen zu schützen, die es schaffen das Cockpit aufzubrechen. Vielleicht ist es aber auch mal nötig, den Mech zu verlassen, zum Beispiel wenn ein Gebäude "betreten" werden muß und damit nicht zerstören gemeint ist.
Das Regelwerk
Das nötigste an Regeln und Daten ist in dem Grundkasten "Battletech" zu finden. Dieser beinhaltet die nötigen Hexfeld(Sechseck)-Karten und auch einige Plastikfiguren, die das ganze auch optisch besser aussehen lassen. Die Mechs gilt es nun rundenweise auf der Karte in die taktisch günstigste Position zu bringen. Hierbei muß man die Deckung durch Wald oder Gebirge mit einbeziehen, genau wie die Behinderung durch Feuer und Rauch. So sollte man schon ein guter Stratege sein, was man aber auch durch eine Menge Würfelglück wieder ausgleichen kann.
Nach der Bewegungsphase, in der der Mech die Wahl zwischen Gehen, Laufen und Springen hat, geht es zur Sache. Nun muß der Krieger entscheiden, welche Waffen er auf wen abfeuern will, wobei Deckung, Bewegung und Entfernung den anfallenden Wurf entsprechend modifzieren. Warum feuert man nicht einfach alle Waffen ab, werden sich vielleicht einige jetzt fragen. Das ist sehr leicht erklärt, denn erstens benötigen einige Waffen eine Menge Munition und zweitens verträgt der Fusions-Reaktor des Mechs nur wenig Hitze. Wenn viele Waffen abgefeuert werden, läuft der Mech Gefahr, zu explodieren, falls er sich nicht vorher von alleine abschaltet.
Im Falle eines Treffers, der mit zwei normalen Würfeln entschieden wird, hält man sich an eine Tabelle, um zu sehen wo man getroffen hat. Das Opfer streicht nun auf seinem Dokument eine Anzahl Punkte entsprechend des Waffenschadens durch. Mit viel Glück oder einer Menge Geduld, könnte es auch passieren, daß die Rüstung durchdrungen wird und die Elektronik oder die Waffen etwas abbekommen. Für diese und viele andere Fälle gibt es eine Menge Tabellen, die übersichtlich auf zwei Seiten zusammengefaßt sind.
Das Ganze hört sich vielleicht sehr einfach an und das ist es auch, aber wenn Häuser, Straßen, Flüsse, Seen, Flugzeuge, Fahrzeuge, Infantarie, Kavalarie, Geschütze und eine Menge mehr hinzukommt, muß schon ziemlich viel geblättert werden. All diese netten Sachen machen das Spiel erst richtig interessant, wobei diese Erweiterungen aber auch reichlich Geld kosten. Ebenso ist es auch möglich eine eigene Söldnergruppe aufzumachen, die mit ein wenig (oder viel) Glück sogar ein paar Monate überlebt.
Fazit
Battletech ein Rollenspiel zu nennen, wäre etwas übertrieben. Vielleicht sind einige rollenspielerische Elemente enthalten, aber die Regeln für das Rollenspiel sind nicht gerade die besten. Im Grunde ähnelt das Rollenspiel-Regelwerk dem von Traveller, wobei das aber wiederum besser beschrieben wurde. Meiner Meinung nach ist Battletech ein geniales Strategiespiel mit winzigen Rollenspieleinlagen, aber wenn ich rollenspielen will, halte ich mich lieber an andere Produkte.
(pms)| Links | ||
|---|---|---|
| Battletech.info | - | Die offizielle Battletech-Seite. |