Twilight Imperium - Zusatzpack 4
The Outer Rim
Die äußeren Ringe stellen genau das dar, ein weiterer Ring von Systemen um die Galaxie. Es sind zwar nicht genügend Systeme vorhanden, um das ganze Feld abzudecken, zufällig gewählte ungenutzte Heimatwelten füllen jedoch diese Lücken. Diese stellen die niederen Rassen dar, die versuchen mit einigen Schiffen ihr System zu verteidigen, wobei sie wie neutrale Einheiten agieren (also gar nicht).
Es ist aber auch möglich die Heimatsysteme der Spieler in den Outer Rim zu verlegen, wodurch das Spiel ein wenig verlängert wird.
Unter den neuen Systemen, die die Erweiterung mit sich bringt, sind auch zwei neue Typen. Ein riesiger Gasnebel verlangsamt die Durchreise, verzögert sie um eine Runde und ein 'Gravity Rift' schleudert die Flotten per Zufall in irgend eine Richtung.
Diesmal gibt es auch wieder zwei neue Rassen, die bisher nicht beachtet wurden, da man dachte, daß sie nicht fähig wären, sich zu behaupten. Die mechanischen Humanoiden Elwonzewonex (L1z1x) wählen jede Runde ein Hex-Feld (in der 'Draw Action Card'-Phase), in dem sie die Runde über mit +2 kämpfen. In allen anderen Systemen mit -1. Dafür dürfen die L1z1x niemals Elite-Einheiten besitzen. Zu erwähnen ist auch ihr Start-Planet mit den Werten: 10/0, was doch schon recht beachtlich ist.
Die zweite Rasse, die Naalu, dürfen jede Runde drei Karten eines Gegners anschauen und dreimal einen Gegner, der nicht die Fähigkeit Diplomatie besitzt, zwingen, so zu stimmen, wie sie es wollen. Ebenfalls beginnen alle ihrer Schlachtschiffe mit einer Bewegungsrate von zwei.
Die vorhin erwähnte Elite war vorher nur durch spezielle Karten für einige Schiffe zu erhalten. Nun können bis zu drei Bodentruppen zu sogenannten Shock-Forces befördert werden. Entweder durch ein paar gute Würfe im Kampf oder durch Ausbildung auf dem neuen Planeten 'Hopes End'. Diese Einheiten kämpfen mit einem Modifikator von +3 und können nach einer erfolgreichen Invasion die P.D.S. und die Spacedocks des Planeten übernehmen, bevor diese vernichtet werden. Dafür stirbt eine Shock-Force immer eher als normale Bodentruppen, da sie immer an der Front kämpfen.
Hinzukommen auch neue Anführer, drei für jede Rasse. Diese werden auf Schiffen transportiert oder auf Planeten stationiert. Generäle, die Vorteile im Kampf und Nachteile für die Gegner beim Bombadieren bringen, sind eher selten. Öfter kommen Admiräle vor, die das besetzte Schiff zweimal schiessen, den Gegner nicht entkommen und die Flotte sich schneller bewegen läßt. Ein Agent stört feindliche P.D.S. bei einer Invasion und kann wie eine 'Sabotage'-Karte eingesetzt werden, wonach er aber aus dem Spiel genommen wird. Diplomaten können feindliche Invasionen verzögern, das ziehen durch ein freundlich gesinntes Feld ermöglichen und die politische Phase beeinflussen, wenn er auf Mecatol Rex stationiert ist. Ein Forscher verdoppelt das Einkommen eines Planeten außerhalb des Heimatsystems und senkt dir Kosten für P.D.S. auf Planeten auf fünf Credits.
Was das ganze noch wesentlich interessanter macht ist die Tatsache, das diese Offiziere von den Gegnern gefangengenommen werden können. Diese können dann mit ihnen handeln, sie hinrichten oder einfach behalten, was ein wenig Einfluß bringt. Ebenfalls ist es möglich sie zu befreien oder einen Assassinen auf ihre Rettung anzusetzen.
Fazit
Vom Material her würde ich sagen ist dies wohl die umfangreichste Erweiterung. Nach einiger Zeit will man gar nicht mehr auf die Offiziere und den äußeren Ring verzichten. Es verlängert zwar das Spiel, macht es aber auch um einiges interessanter. Es macht auch sehr viel Spaß, den Offizier eines Spielers hinzurichten, wenn er vorher solch große Verwüstung in deinen Systemen ermöglicht hat. Rache ist süß...
(pms)