Die Götter
Eine vielzahl von Göttern herrscht in Aventurien über Land und Leute. Diese Gottheiten beziehen größtenteils ihre Macht aus dem Glauben derer, von denen sie verehrt werden, aber sie sind keineswegs reine Vorstellungen oder Illusionen, sondern reale, überaus mächtige Wesen, die sich von Zeit zu Zeit den Menschen offenbaren, Wunder tun oder auf andere durchaus spürbare Weise in das Weltgeschehen eingreifen.
Am weit verbreitetsten ist in Aventurien der Glaube an die Zwölfgötter. Nach ihren Namen sind auch die Monate des am weitesten verbreiteten Kalenders benannt. Ein Götterlauf, die Aventurische bedeutung für das Jahr, hat 365 Tage und jeder Monat besitzt dreißig Tage.
| Praios | Gott der Sonne, des Gesetzes und der Herrschaft |
| Rondra | Göttin des Krieges, des Gewitters und der Ehre |
| Efferd | Gott des Wassers, des Windes und der Seefahrt |
| Travia | Göttin des Herdfeuers und der Gastfreundschaft |
| Boron | Gott des Todes, des Schlafes und des Vergessens |
| Hesinde | Göttin der Magie, des Wissens und der Künste |
| Firun | Gott des Winters und der Jagd |
| Tsa | Göttin der Geburt und der Erneuerung |
| Phex | Gott der Diebe und Händler |
| Peraine | Göttin des Ackerbaus, der Kräuter und der Heilkunde |
| Ingerimm | Gott des Feuers und Erzes und des Handwerks |
| Rahja | Göttin der Liebe, des Rausches und des Weines |
Die Zwölfgötter werden in den meisten Gebieten Aventuriens verehrt. Die Nomaden der Khom-Wüste, die Novadis, beten den Eingott Rastullah an. Die Bewohner der größten Insel Aventuriens, Maraskan, beten zu dem göttlichen Zwillingspaar Rur und Gror. Es bestehen kleine Zwistigkeiten unter den Göttern und natürlich auch zwischen deren Anhängern in Aventurien, aber sie alle haben ihren stetigen unversöhnlichen Feind und Widersacher in einer übersinnlichen Kreatur, den "Gott ohne Namen" (kurz: den "Namenlosen"). Die letzten fünf Tage, zwischen Ende des einen Jahres und Beginn des nächsten Jahres, gehören dem Gott ohne Namen. In dieser Zeit herrscht Angst und Schrecken unter den gläubigen Bewohnern Aventuriens. Man verbarrikadiert sich in seinem Haus und wartet den Neubeginn des kommenden Jahres ab. In diesen fünf Tagen fallen Dämonen und andere Kreaturen aus allen sieben Sphären über das Land her und verwüsten es. Auch der Namenlose, die Verkörperung des Bösen und Verdorbenheit, hat in Aventurien auch eine beträchtliche Anhängerschar, denn er versteht es, seine Gefolgsleute mit Macht und Reichtum auszustatten, wie sie die anderen Götter nicht gewähren wollen.
Tempel und Bethäuser bestimmen das Straßenbild der meisten Aventurischen Städte. Es hat wenig Sinn, in Aventurien ein Leben zu führen, in dem Götter ignoriert werden, egal welche Gottheit es denn nun sein mag, denn die Gottesbeweise sind zahlreich und greifbar. Außerdem wären die Völker der Elfen und Zwerge längst untergegangen, wenn die Götter ihnen nicht in ihrem ewigen Kampf gegen das Reich des Bösen zur Seite gestanden hätten.
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