Hier könnt ihr nachlesen, wie man Plastik- und Zinnfiguren bemalt, um eurem Spiel mehr "Farbe" zu verleihen. Alles was ihr dazu benötigt ist ein Bastelpinzette, ein paar Pinsel in verschiedenen Größen (z.B. 3, 1, 0, 000, 1/20), haufenweise Acrylfarbe (auch wenn sich die meisten mischen lassen), Grundierungslack und Klarlack (nicht glänzend). Die beiden Lacke sollten in Spraydosen gekauft werden, da es dann einfacher zu verwenden ist. Falls ihr vor habt, auch noch die Bodenplatten oder Sockel, auf denen die Figuren stehen, zu verziehren, dann solltet ihr euch auch noch Holzleim besorgen, warum werdet ihr noch sehen.

Nun kann es los gehen: Die ganze Zeit über solltet ihr die Figur nur mit der Pinzette anfassen, um Fettflecken zu vermeiden. Aber dabei sollte mit der Pinzette entweder der Sockel oder das Stück Plastik, welches die Füße der meisten Figuren verbindet, festhalten. Jetzt sollte die Figur zuerst von Fettflecken und Fuseln gereinigt werden, zum Beispiel mit einem kleinen "Seifenbad" und einem fusselfreien Tuch. Dann kann die richtige Arbeit beginnen.

1. Grundierung

Eine Grundierung ist nötig, um einen besseren Halt der eigentlichen Farbe zu garantieren. Der entsprechende Lack sollte außerhalb des Hauses (glaubt mir) nicht zu dick auf die Figur aufgetragen werden, um keine Details zu plätten.

2. Grundbemalung

Nun beginnt ihr die Figur anzumalen. Am besten fängt man so an, als wenn man die Figur aufbauen müßte, Schicht für Schicht. Angefangen mit Knochen (falls sichtbar), Augen, Haut, Haare, Kleidung gefolgt von Waffen. Auf Schattierungen müßt ihr nicht genau achten, das kommt später. Jetzt wartet noch, bis die Farbe getrocknet ist, dann weiter bei Schritt 3.

3. Schattieren

Nun gilt es, in die Rillen der Figur, zum Beispiel Falten in der Kleidung, Farbe mit einem dunkleren Ton aufzutragen. Dazu nimmt man eine sehr dünne Farbe, trägt sie dünn auf die entsprechende Fläche auf, woraufhin die dunkle Farbe in die Rillen läuft. Falls Farbe auf unpassenden Stellen bleibt, kann man diese schnell mit einem sauberen Tuch abtupfen. In Fachläden bekommt man auch Tinte die für diese Zwecke geeignet ist. Gerade bei Leder sieht braune Tinte auf hellbrauner Farbe sehr gut aus.

4. Aufhellen

Um der Figur noch mehr "Leben" einzuhauchen, muß man nun noch die hervorstehenden Stellen heller anmalen. Dazu nimmt man einen dünnen Pinsel, taucht ihn in die Farbe und wischt so gut wie die ganze Farbe in einem Tuch vom Pinsel ab. Die restlichen Farbpartikel werden dann vorsichtig auf die Stellen verteilt, welche man sich vorher ausgesucht hat.

5. Detailarbeiten

Nun ist es an der Zeit, wenn die gesamte Farbe getrocknet ist, die Zähne, Waffen und Augen (und anderen Kleinkram) nachzumalen. Wenn dann alles zufriedenstellend ist, warten bis die Farbe getrocknet ist und die gesamte Figur mit dem Klarlack ansprühen. Fertig ist die Figur. Fehlt nur noch die Bodenplatte / der Sockel.

6. Bodenplatte / Sockel

Steckt eine nicht angemalte Figur in den Sockel und bestreicht diesen dann mit dem Holzleim. Dadurch wird verhindert, daß der Leim alles zuklebt, so daß die Figur nicht mehr paßt. Bevor der Leim richtig trocknet, zieht ihr die Figur besser wieder raus, sonst bekommt ihr die da nicht mehr ab. Bevor der Leim hart wird, streut ihr entweder feinen Sand drüber oder ritzt mit einem Messer Fugen ein, damit es wie Gras, Wüste, Stein oder ähnliches aussieht. Wenn der Leim dann getrocknet ist, wird das ganze nocheinmal angemalt und die Figur hineingesteckt. Falls sie nicht passen sollte, muß man halt mit einer Feile oder ähnlichem nachhelfen.

Kleiner Tip:

Falls viele eurer Miniaturen gleich aussehen und aus Plastik sind, kann man abhelfen: Nehmt ein Feuerzeug und haltet die Flamme unter die Gelenke der Figur. Nach kurzer Zeit dürfte das Plastik warm genug sein, daß man den Arm oder das Bein verbiegen kann. Wenn man diese Figuren noch anmalt, fällt der ganze Spaß nicht mehr auf. Der einzige Nachteil: Die Konturen an der Stelle verschwinden aber das kann man ja in Kauf nehmen.

(pms)