
Fallout

Ein einsamer Tod in den Weiten des verseuchten Landes.

Dieses Verbrechernest gilt es in einer der vielen Subquests auszurotten.

Diese Aufgaben werden natürlich äußerst blutig erledigt.

Durch das befreien dieser Farm bekommt man eine schicke, einzigartige Waffe.

Was natürlich auch glatt erledigt wird.

Dies ist die Belohnung: Ein umgebautes Gewehr.
Fallout
Es kam, was kommen mußte, die Welt ging in einem Atomkrieg unter. Einige Menschen verkrochen sich unter der Erde, manche in speziellen Vaults, unterirdischen Städten. In einem solchen Vault reift der Spieler zum perfekten Killer ran. In diesem Prozeß müssen Punkte auf die acht typischen Attribute verteilt werden. Um den Charakter noch etwas weiter auszuschmücken, können zwei von sechszehn Besonderheiten gewählt werden, zum Beispiel das jeder getötete Feind auf die furchtbarste Weise stirbt (ob das auch für die deutsche Version zutrifft, ist uns nicht bekannt) oder das der Charakter nur mit einer Hand schießen kann. Drei der achtzehn Fertigkeiten werden als Spezial-Talente gewählt, das heißt, daß der Charaktere diese leichter steigern kann und auch höhere Startwerte in diesen Fertigkeiten besitzt. Im Gegensatz zu anderen uns bekannten Spielen, ist es im Grunde egal, welche Fertigkeiten man wählt, da das Spiel mit jeder Kombination durchgespielt werden kann.
Nach der Wahl des Alters und des Namens muß man erfahren, daß der "Water Chip", der unerläßlich ist zur Produktion von Wasser, seinen Geist aufgegeben hat. Kurzerhand wird man ausgesandt, um einen neuen zu finden. Zum ersten Mal in seinem Leben verläßt der neugierige Charakter den Vault. Am Ende der verstärkten Schleuse wird der Held schon von einigen Ratten erwartet, die man nun entweder umgeht, zerschlägt, aufschlitzt oder einfach nur erschießt. Eifrige Scharfschützen wird es freuen, daß man den Viechern die Augen, die Beine, das Hirn und andere Körperteile wegballern kann, solange die Waffenfertigkeit und das Licht ausreichend sind. Sollte das Letzte nicht der Fall sein, kann man mit ein paar herumliegenden "Flares" nachhelfen.
Die erste Höhle hinter sich, betritt man den Schein des Sonnenlichtes, von dem man bisher nur gehört hat. Auf der Suche nach dem vom Boss erwähnten "Nachbar-Vault", erreicht der müde Wanderer ein kleines Dörfchen. Auch dieses hat den Krieg überlebt und hat so seine Probleme. Nun liegt es an dem Spieler, wie es weiter geht. Entweder hilft er ihnen, läßt es oder metzelt alles über den Haufen, was ihm vor die Flinte kommt. Darunter Männer, Frauen, Hunde, Kinder, Kühe und Schweine. Alles kann man einfach erschießen, denn schließlich gibt es für die Viecher Erfahrungspunkte. Unter solchen Aktionen leidet der Ruf aber entschieden, was dazu führt, daß nur die wenigstens Städte ohne einen darauf folgenden Schußwechsel betreten werden können.
Charaktere die sich zurückhalten können, haben natürlich auch die Möglichkeit, einen unehrenhaften Weg einzuschlagen, indem man sich den Gangs anschließt und das eine oder andere Attentat ausführt. Das alles bringt dem Helden Erfahrung und Ausrüstung, welche er später auch unbedingt benötigt. Haufenweise Unteraufgaben möchten erledigt werden, wobei auch ein paar NSCs helfen, die sich dem Spieler anschließen (auch ein Hund kann sich dem Spieler anschließen!!!). Dennoch sollte man nicht seine Hauptaufgabe vergessen, die innerhalb von ungefähr einhundertfünfzig Tagen erledigt werden muß. Langsam wird dem aufmerksamen Spieler eine große Gefahr bewußt, die am Ende des Spiels, wie es sich gehört, vernichtet wird.
Dieses Spiel zeichnet sich dadurch aus, daß man eigentlich nicht verlieren kann. Egal was man tut, wenn man überlebt, beeinflußt es nicht die Chance zu gewinnen. Auch ein Charakter mit Intelligenz 1, unfähig zu sprechen, kann das Spiel beenden, wenn er jeden tötet. Nur zuviel Zeit sollte man sich nicht lassen, zwar kann sie einmal um ungefähr hundert Tage verlängert werden, was aber im Endeffekt auch nicht viel bringt. Wie üblich ist das Spiel einfacher, wenn man nett und ehrlich zu allen ist, so hat ein Berserker anfangs große Schwierigkeiten, aber darin liegt ja der Reiz, oder nicht?
Das Reisen zwischen den verschiedenen Orten darf man auf einer Karte, die einem Satellitenbild gleicht, bewundern. Auf den langen Strecken trifft der Charakter häufig auf Zufallsereignisse, wovon die meisten allerdings negativ sind, was aber davon abhängt, wie hoch sein "Outdoorsman"-Talent und sein Glücks-Attribut ist. Man sieht, auch solche unscheinbaren Fertigkeiten haben ihre Nützlichkeit. Das eigentliche Spiel wird isometrisch dargestellt, wobei das Spielfeld in unsichbare Hex-Felder aufgeteilt ist. In bestechend gerenderter Grafik schlendert die Figur durch das Bild. Die Animationen sind vom feinsten, so darf man den Helden dabei bewundern, wie er sein Magazin wechselt, sein Messer balanciert und so weiter.
Die Kämpfe sind rundenbasiert, in denen jeder Charakter eine bestimmte, von der Agilität abhängige Punktzahl hat, die er auf Angriffe, Bewegungen und das Kramen im Inventory aufteilen kann. Ähnlich wie bei Ultima kann der geneigte Spieler alles mitnehmen, was so herumliegt, von Nudeln, über Colaflaschen, bis hin zu Alkohol. Für ganz Abgefahrene gibt es auch einige Kampfdrogen, die aber schnell zur Abhängigkeit und daraufhin zum Entzug führen. Selbst der stärkste Krieger kann von einer "harmlosen" Nuke-Cola süchtig werden.
Die Berserker unter den Spielern dürfen sich auf ein großes Arsenal von Waffen freuen. Alles ist vorhanden: Messer, Wurfmesser, Pistolen, Gewehre, Laser, Plasmastrahler, Flammenwerfer, Panzerfäuste, Hämmer, Miniguns, Laser-Miniguns, Lanzen, Brechstangen, Schlagstöcke, Granaten, Dynamit, Plastiksprengstoff und so weiter und so fort.
Fazit
Dieses Spiel ist sowohl rollenspielerisch als auch graphisch eines der besten Rollenspiele, die momentan zu haben sind. Jeder sollte zumindet einmal in das Spiel reinschnuppern, um zu sehen, was er verpaßt, wenn er nicht auf uns hört. Jede Mark ist das Spiel wert und monatelanger Spaß ist gewiß.
(pms)