Es gab eine Zeit, in der das Land vom Mana durchflossen wurde, eine Macht die nahezu alles möglich machte. Die zivilisierte Welt begann eine riesige schwebende Festung zu errichten. Dies allerdings erzürnte die Götter dermaßen, daß sie Horden von Monstern über das Land schickten. Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten erhob sich ein Held aus der Masse und reiste zu der mächtigen Festung und zerstörte diese mit seinem prächtigen Mana-Schwert.
Dies beschwichtigte die Götter und es kehrte wieder Frieden ein, auch wenn das Land schwer geschädigt wurde. In den folgenden Jahrzehnten vergaß man, wie die Macht des Manas eingesetzt werden konnte, denn man fürchtete sich zu sehr vor einem erneuten Schlag der Götter. So kam es, daß die Reste der Festung ebenfalls verkümmerten und die Nachkommen des mächtigen Helden, der ein Sprößling des Mana spendenden Manabaumes war, alle ausstarben.
Nur ein einzige Nachkomme ist nun noch am Leben und findet durch einen Zufall das legendäre Manaschwert, das seit der Zerstörung der Festung in einem Stein steckte. Als er dieses nun herauszieht, erscheinen erneut Monsterhorden, die alles verwüsten was ihnen in den Weg kommt.
Die Schuld wird dem jungen Helden zugeschoben, der daraufhin aus seinem Heimatdorf gewiesen wird. Unter der Anleitung eines fremden Ritters begibt er sich auf die Reise zum Tempel des Wassers, um Antworten auf seine nahezu unendlichen Fragen zu bekommen.

Allerdings ist der Held nicht ganz alleine bei seiner großen Queste, denn zwei tapfere Streiter stehen ihm zur Seite. Diese beiden sind im Gegensatz zum eigentlichen Protagonisten bewandert im Gebiet der Magie. Diese ist meist die einzige Möglichkeit die zahlreichen Bosse zu töten. Hierbei darf man sich eines stets wachsenden Zaubervorrats erfreuen, die in aggressive und defensive Zauber aufgeteilt sind.
Wenn keine Zauber mehr zur Verfügung stehen, können die Helden den Gegnern auch mit konventionellen Waffen zu Leibe rücken. Wie bei den Zaubern gibt es hier eine vielfaltige Auswahl, wobei die meisten Waffen erst später im Spiel verfügbar sind. Diese Waffen können jeweils von jedem der Figuren genutzt werden, wobei wie bei den Zaubern ihr Können nach jedem Angriff verbessert. So bekommen sie stets neue Angriffsarten, für deren Einsatz sie die Waffe aufladen müssen, was allerdings ein wenig dauern kann.
Voraussetzung für das Verbessern im Einsatz mit den Mana-Waffen ist, daß diese Waffen im Laufe des Spiels mit sogenannten Waffen-Orbs von einem Schmied verbessert werden. Mit jedem gefundenen Orb hat ein Charakter die Möglichkeit weiter mit dieser Waffe zu trainieren.
Unabhängig von diesen Waffenfertigkeiten gibt es für jeden erschlagenen Gegner Erfahrungspunkte. Wenn genügend Feinde besiegt wurden, steigt ein Charakter auf und seine Hitpoints sowie sein Manavorrat steigen an. Es gibt auch noch zahlreiche andere Attribute, die zum Beispiel das Ausweichen ermöglichen, die durch einen Levelanstieg verbessert werden.
Falls solch ein Ausweichmanöver nicht gelingt, muß man sich auf seine Rüstung verlassen, von denen es einige zu kaufen gibt. Desweiteren stehen einem verschiedene Gegenstände zum Auffrischen des Manas zur Verfügung. So lassen sich auch längere Dungeonbesuche überstehen. Um nicht ständig alles neu machen zu müssen, hat der Spieler die Möglichkeit seinen Fortschritt an bestimmten Stellen zu speichern.
Ebenfalls kann man auch das Layout der Textfenster editieren, sowie einige andere Einstellungen vornehmen. Selbst die KI der beiden anderen Charaktere lässt sich anpassen. Damit man aber nicht an eine der drei Figuren fest gebunden ist, kann man frei zwischen diesen ständig wechseln. Um das ganze aber noch interessanter zu machen, können bis zu drei Spieler die Kontrolle über die Helden übernehmen.

Fazit

Secret of Mana ist das einzige SNES-RPG das Zelda das Wasser reichen kann. Einer der Gründe dafür ist der gelungene Multiplayermodus, der nicht gerade üblich bei Rollenspielen ist. Das relativ komplexe Attributs- und Fertigkeitensystem überzeugt und so sind zahlreiche Stunden Spielspaß garantiert.

(pms)