Zelda
A Link To The Past
Vor langer langer Zeit wurde das Land Hyrule von einem gutmütigen König regiert. An sein blühendes Reich grenzte das legendäre geheime Land, in dem eine goldene Macht lauerte. In Scharen marschierten wagemutige Helden und goldgierige Scharlatane in das verwunschene Land. Keiner von ihnen kam je wieder.
Um sein Reich vor einer eventuellen Gefahr zu bewahren, befahl er seinen sieben waisesten Männern den Eingang in das Land zu versiegeln. So geschah es, daß die Einwohner von Hyrule die Legende der goldenen Macht mit der Zeit vergaßen.
Eines Tages erschien der Magier Agahnim in Hyrule, tötete den König und unterwarf sich dessen Schergen. Er begann alle noch lebenden Nachkommen der Waisen zu suchen und zu entführen. Als er sein letztes Opfer, die junge Prinzessin Zelda einkerkert, bittet diese Links Vater telepathisch um Hilfe.
Link, ein junger Mann, erwacht später in der gleichen Nacht, sein Vater verabschiedet sich und verläßt das Haus in voller Bewaffnung. Der Regen prasselt auf das Dach und der Wind fegt um das kleine Haus. Selbst nach ein paar Stunden, die einem wie eine Ewigkeit vorkommen, ist Links Vater nicht zurückgekehrt. So macht er sich voller Sorge auf den Weg, seinen Vater zu suchen. Diese Suche führt ihn in sein wohl größtes Abenteuer, das über das Schicksal der Bewohner von Hyrule entscheiden soll.
Nach Ablauf dieser Sequenz läuft Link, dem man bei Start des Spiels einen anderen Namen geben kann, in isometrischer Ansicht Richtung Schloß, wo er seinen Vater vermutet. Auf dem Weg kann man Büsche ausreissen und mit diesen um sich werfen, was auf dem ersten Blick keinen Sinn macht. Allerdings verbergen sich unter diesen Sträuchern ab und zu Edelsteine, die als Währung dienen, oder Herzen, die Links Lebensenergie wieder auffüllen. Das Energiesystem von Zelda ist so aufgebaut, daß der Held eine gewisse Anzahl an Herzcontainern besitzt, die sich erhöht, wenn er bestimmte Questen löst oder Geheimräume findet. Wenn er nun verletzt wird, verliert er Herzen und kann diese mit den schon genannten, versteckten Herzen (oder dem Erreichen bestimmter Stellen) wieder auffüllen.
Man ist aber nicht der einzige, dem Schaden zugefügt werden kann, denn mit seinem Schwert kann man selbstverständlich selbst zum Angreifer werden. Link beherrscht unterschiedliche Schläge, die er aufladen muß, um sie einzusetzen. Ebenfalls kann er sein Schwert als Lanze benutzen und seine Gegner so auf Distanz halten. Für größere Entfernungen gibt es später im Spiel auch noch Boomerangs, Bomben und Bögen. Da diese Kämpfe in Echtzeit stattfinden, hat man leider nicht die Möglichkeit andere Figuren zu steuern.
Das Spiel besteht allerdings nicht nur aus Kämpfen, sondern auch aus teilweise kniffeligen Rätseln. So müssen mal Steine in der richtigen Reihenfolge verschoben werden, um durch ein Labyrinth zu gelangen oder auch mit Enterhaken über die Schluchten geschossen werden, um sich auf die andere Seite zu hangeln.
Sehr nützlich bei diesen Rätseln ist die Übersichtskarte, hier werden die Orte eingezeichnet, wo die nächste Queste lauert. Um grössere Strecken zu überwinden sind die Zauberschuhe da, die man nach ein paar gelösten Aufgaben bekommt. Mit diesen ist der Held in der Lage kurze Strecken zu sprinten, was die Reise wesentlich verkürzen kann.
Durch diese ganzen Gegenstände, die man einsammeln und auf vielfältige Art und Weise einsetzen kann, hebt sich dieser Klassiker deutlich von seinen Konkurrenten ab. Leider ist die Story im Gegensatz zu einigen anderen Produkten linear und man hat keine Möglichkeit diese zu beeinflussen. Gespräche laufen ebenfalls linear ab und man kann nur den ganzen Dialog wiederholen lassen. Dafür ist die Geschichte untypisch spannend und interessant, so daß man über die geringen Interaktionsmöglichkeiten leicht hinwegsehen kann.
Ein ausgeklügeltes Erfahrungssystem sucht man leider vergebens und Fertigkeiten gibt es auch keine. Daher ist Zelda: A Link to the past kein komplexes Rollenspiel, dafür ist das, was vorhanden ist, aber
sehr gut ausgebaut und durchdacht.
Fazit
Insgesamt ist Zelda für ein Super Nintendo-Spiel sehr gut gelungen und sorgt für langen Spielspaß. Nicht umsonst erfreut sich die Zelda-Reihe einer großen Fangemeinde.
(pms)

